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Aktuelles

Rückgang der Ausbildungsplätze spitzt Situation am Arbeitsmarkt zu

In Hessen wurden laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im vergangenen Jahr 513 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen als 2024. Das entspricht einem Rückgang um 1,5 %.

Das Ausbildungsplatzangebot sank um 5,2 % auf 37.077 Plätze, die Ausbildungsplatznachfrage stieg um 2,8 % auf 41.670 Suchende. Während das Verhältnis von Angebot und Nachfrage 2024 noch bei 96,5 % lag, fiel es 2025 auf 89,0 % – ein Rückgang um 7,5 Prozentpunkte. Damit ist es für Ausbildungsinteressierte in Hessen wieder schwieriger geworden, einen Ausbildungsplatz in ihrem Wunschberuf zu finden. Betriebe haben hingegen bei der Wahl ihrer Auszubildenden wieder größere Spielräume.

Der Präsident des BIBB, Friedrich Hubert Esser, macht die wirtschaftliche Situation in Deutschland für diesen deutschlandweit beobachtbaren Trend verantwortlich: „Die negative Entwicklung am Ausbildungsmarkt ist eine direkte Folge der angespannten wirtschaftlichen Lage. Viele Betriebe reduzieren ihr Angebot mit spürbaren Folgen für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen: wer heute nicht ausbildet, dem fehlen morgen die Fachkräfte. Deshalb appelliere ich an die Unternehmen, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in Ausbildung zu investieren.“