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Wie QuABB Murat während der Ausbildung unterstützt hat

Murat ist im dritten Ausbildungsjahr zum KFZ-Mechatroniker, als die Probleme während seiner Ausbildung immer größer werden. In der Berufsschule kann er dem Unterricht immer schlechter folgen, seine Noten sind seit der Zwischenprüfung überwiegend 4er-Bereich oder schlechter. Auch im Betrieb spitzt sich die Lage zu: Er fühlt sich von seinem Meister missverstanden, gegängelt und gegenüber anderen Auszubildenden benachteiligt. Die Folge: Er macht häufiger Fehler, verliert den Anschluss und denkt immer öfter daran, die Ausbildung abzubrechen. Sein Klassenlehrer bemerkt die Entwicklung und vermittelt ihn in die QuABB-Beratung an der Berufsschule. 

Murat ist privat weitgehend auf sich allein gestellt: Sein Vater ist bereits vor Jahren verstorben, seine Mutter lebt die meiste Zeit bei Verwandten, zur Schwester hat er nur gelegentlich Kontakt. Zwar hat er Freunde im Wohnviertel, doch für seine Ausbildung geben sie ihm kaum Halt oder Orientierung. Genau diese Mischung aus schulischen Problemen, Konflikten im Betrieb und fehlender Stabilität im privaten Umfeld macht seine Situation so belastend. 

Im ersten Beratungsgespräch erlebt Murat, dass seine Probleme nicht vorschnell bewertet, sondern gemeinsam sortiert werden. Die Ausbildungsbegleiterin schlägt ihm vor, seine Situation sichtbar zu machen und mit einer Mind-Map zu strukturieren. So können Sie seine verschiedenen Baustellen Schritt für Schritt besprechen: die Spannungen im Betrieb, seine nachlassenden Leistungen in der Schule, die Einsamkeit im Alltag und die fehlende Motivation nach der Berufsschule weiterzulernen. Dieses Vorgehen entspricht dem allgemeinen QuABB-Ansatz: komplexe Problemlagen identifizieren, sortieren und organisieren, damit aus Überforderung wieder Handlungsfähigkeit werden kann. 

Im Bereich Betrieb wird deutlich, dass Murat sich stark in Konkurrenz zu den anderen Auszubildenden erlebt. Gleichzeitig erkennt er im Gespräch aber auch, dass es dort nicht nur Belastungen gibt: Ein Geselle unterstützt hilft ihm. Die Ausbildungsbegleiterin greift diese Schilderung auf und schläft Murat vor, den neuen Auszubildenden selbst Hilfe anzubieten. Dadurch kann er seine Rolle im Betrieb verändern: weg vom Gefühl, ständig unterlegen zu sein, hin zu mehr Selbstwirksamkeit und besserem Kontakt zu den anderen Azubis.

Für die schulischen Schwierigkeiten wird gemeinsam eine konkrete Unterstützung organisiert. Über die Agentur für Arbeit wird Murat für ein Nachhilfeangebot angemeldet. Dahinter steht die Überlegung, dass bessere schulische Leistungen nicht nur seine Prüfungschancen erhöhen, sondern auch die angespannte Situation im Betrieb entschärfen können, weil sein Chef mehrfach bessere Leistungen eingefordert hatte. 

Ein weiterer zentraler Punkt ist Murats persönliche Situation außerhalb von Schule und Betrieb. In der Beratung wird sichtbar, wie stark ihn sein Alleinsein belastet: Er muss seinen Alltag selbst organisieren, sich selbst zum Lernen motivieren und hat kaum verlässliche Unterstützung. Deshalb stellt die Ausbildungsbegleiterin Kontakt zu einem Senior-Experten von VerA SES her, damit er einen ehrenamtlichen Begleiter mit fachlicher Erfahrung an die Seite bekommt.

Für Murat verändert sich die Beratung dadurch spürbar. Er erlebt QuABB als einen Ort, an dem seine Lage ernst genommen wird und an dem nicht nur über Probleme gesprochen, sondern konkrete Lösungen angestoßen werden. Dazu gehört auch die motivierende Begleitung über einen längeren Zeitraum hinweg.

Im Nachgespräch zeigt sich, dass diese Unterstützung Murat weitergebracht hat. Er besucht nun regelmäßig die Nachhilfe. Zusätzlich trifft er sich zweimal pro Woche mit dem Senior-Experten von VerA SES. Aus der anfänglichen Perspektivlosigkeit wird wieder Motivation. Mit den besseren Schulleistungen entspannt sich auch das Verhältnis zu seinem Chef. Gleichzeitig erlebt Murat die anderen Auszubildenden nicht mehr in erster Linie als Konkurrenz. Seine Situation stabilisiert sich Schritt für Schritt: in der Schule, im Betrieb und im persönlichen Alltag. An diesem Punkt endet die unmittelbare Aufgabe der Ausbildungsbegleiterin. QuABB hat ihm geholfen, seine Probleme zu ordnen, passende Hilfen zu aktivieren und wieder Vertrauen in den eigenen Weg zu gewinnen.

Der eigentliche Erfolg wird erst später ganz sichtbar: Ein halbes Jahr nach Ende der Begleitung meldet sich Murat per E-Mail und berichtet, dass er seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Aus einer schwierigen Situation ist durch die Unterstützung von QuABB eine echte Zukunftsperspektive geworden.