WÜNSCHE UND ANREGUNGEN AN DIE KOORDINIERUNSSTELLE

Liebe Ausbildungsbegleiterinnen und Ausbildungsbegleiter,

auf dem Fachaustausch in Grünberg hatten wir nach Wünschen und Anregungen gefragt, wie die Koordinierungsstelle eure Arbeit noch besser unterstützen kann. Heute wollen wir euch eine Rückmeldung zu dem Bearbeitungsstand und unseren Plänen geben und hätten gerne Unterstützung bei einigen Entscheidungen.

Arbeitssituation und Zertifizierung

Der Wunsch, den ihr mit Abstand am häufigsten genannt habt, war der nach langfristigen und sicheren, einheitlichen Arbeitsplätzen. Außerdem schlossen sich viele Teilnehmende dem Wunsch an, die Personenzertifizierung durch Weiterbildung Hessen e.V. mit einer längeren Gültigkeitsdauer zu versehen.

Diese Anliegen können wir dadurch unterstützen, dass wir sie an die Politik und Verantwortliche weitergeben und immer wieder appellieren, die Förderzeiträume möglichst lang anzulegen, auch um die Kontinuität und Qualität der Projekte zu gewährleisten. Auf die Arbeitsbedingungen und Bezahlung können weder die Koordinierungsstelle noch die Ministerien direkten Einfluss nehmen. Wir hoffen, dass über die teils prekären Arbeitsverhältnisse eine breite Diskussion stattfindet, die irgendwann Wirkung zeigt. Ausgehandelt werden die Tarife von den Sozialpartnern und dazu braucht es den kollektiven Druck der Arbeitnehmenden, der sich über Gewerkschaften und Berufsverbände organisieren lässt.

Das Thema Zertifizierung und Rezertifizierung werden wir in die künftigen Abstimmungsgespräche zwischen Weiterbildung Hessen e.V., Koordinierungsstelle und Ministerium einbringen und für eine Verlängerung der Zertifikatslaufzeit argumentieren.

Neue Zielgruppen

Aus einigen Regionen kommt die Anregung, das Unterstützungsangebot von QuABB auch auf die Bereiche Pflege und Erziehung auszubauen. Dazu gibt es eine Initiative aus dem Landkreis Fulda, die Ministerien auf den Bedarf aufmerksam zu machen.

Datenschutz mit der EU-DSGVO

Es sind Irritationen aufgetreten, was die Zusammenarbeit mit einzelnen Ausbildungsberatungen der Kammern nach in Krafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung DSGVO betrifft. Dieses Thema haben wir im Steuerkreis angesprochen. Den dort anwesenden Kammervertretungen waren solche Schwierigkeiten nicht bekannt. Sie wollen aber in ihren Kammern nachforschen. Bitte unterstützt die Klärung dieser Probleme, indem ihr uns konkrete Fälle beschreibt und per E-Mail zukommen lasst. Sobald wir darstellen können, dass es sich um relevante Schwierigkeiten handelt, werden wir die Sache weiterverfolgen. Bei Einzelfällen helfen wir auf Anfrage gerne vor Ort, wenn ihr uns ansprecht.

Öffentlichkeitsarbeit

Um den Wunsch nach mehr Öffentlichkeits- und Pressearbeit in den Regionen zu unterstützen, möchten wir euch anbieten, uns in eure regionale Öffentlichkeitsarbeit einzubeziehen.  Bei der Pressearbeit solltet ihr zwar die Pressekontakte eures Trägers oder beispielsweise der Berufsschule nutzen. Beim Texten können wir euch aber gerne unterstützen – beispielsweise mit Zahlen zu eurer Region oder mit Pressemitteilungen. Außerdem werden wir eine Checkliste erarbeiteten, die es vereinfachen soll, einen Artikel in der regionalen Presse zu platzieren.

Einige von euch  haben uns Bedarf an zielgruppenspezifischen Präsentationen, insbesondere für  Auszubildende und Lehrkräfte, signalisiert. Wir werden in einem ersten Schritt schauen, ob es sich anbietet, auf Basis der Standardpräsentation  eine Version für Auszubildende zu erstellen. Hierfür sowie für etwaige weitere Präsentationen möchten wir gerne auf eure Erfahrungen zurückgreifen: Wenn ihr genauere Vorstellungen (oder eigene Präsentationen) habt, welche Informationen auf einer Präsentation für eine unversorgte Zielgruppe stehen sollten, freuen wir uns auf  eure Vorschläge per E-Mail  (info@quabb.inbas.com).

Den Wunsch nach Postern in kleinerem Format haben wir zwischenzeitlich schon erfüllt. Die A4-Plakate sind im internen Bereich als PDF und bei der Koordinierungsstelle als Printprodukt verfügbar.

Den Wunsch, Flyer und Visitenkarten direkt an eure Schule zu schicken, erfüllen wir schon jetzt gerne. Nennt uns dafür im Zweifelsfall während der Bestellung noch mal die gewünschte Lieferadresse.

Auch die Überarbeitung des Betriebeflyers haben wir auf den Weg gebracht. Text und Design werden überarbeitet. Sobald der Entwurf vorliegt, schicken wir diesen an euch mit der Bitte um euer Feedback.

Um ausländische Auszubildende  besser mit unseren Werbematerialien anzusprechen, haben wir uns überlegt, zumindest einen ersten Satz zur Ansprache in verschiedene Sprachen zu übersetzen, z. B. in Form einer mehrsprachigen Folie mit folgender Botschaft: „Wenn Du Probleme in der Ausbildung hast, komm zu QuABB!“  Dieser könnte dann in Präsentationen oder auch auf dem deutschsprachigen Flyer ergänzt werden. Hierfür brauchen wir auch eure Rückmeldung: Ist das ausreichend? Welche Sprachen werden benötigt? Wie sollte dieser erste Satz lauten, der in mehrere Sprachen übersetzt wird?

Einen neuen Slogan für das Programm haben wir im Zuge der Give-away-Konzeption erarbeitet: Auf den neuen QuABB-Blöcken, steht der Slogan „Schreib Deine Ausbildung nicht ab!“. Die Blöcke waren die am meisten gewünschten Give-aways und scheinen uns auch durch den Bezug zur Ausbildung geeignet, um QuABB zu bewerben. Deswegen haben wir sie den vielen anderen guten Vorschlägen vorgezogen. Alle anderen Ideen haben wir abgespeichert, sodass wir in Zukunft noch auf sie zurückgreifen können. Die Blöcke sind in der Koordinierungsstelle vorrätig und können dort bestellt werden.

Außerdem prüfen wir gerade, QuABB bei einem regionalen Radiosender oder im öffentlichen Nahverkehr zu bewerben. Eine solche Kampagne umzusetzen, bietet sich aber frühestens zum nächsten Schuljahr an.  

Wir arbeiten an einer Lösung, um in Infomails künftig auf den ersten Blick sichtbar zu machen, bei welchen News wir eure Rückmeldungen benötigen.

Erfassung aller Zielgruppen in der eFallakte

Für euer Anliegen, auch die Beratung anderer Akteurinnen und Akteure dokumentieren zu können, gibt es zwei Möglichkeiten: Gespräche, die ihr im Zusammenhang mit einem Beratungsfall führt, sollten bitte unbedingt in der eFallakte dokumentiert werden. In den Auswertungen können  wir so die Komplexität eurer Beratungsarbeit  quantifizieren. Den Arbeitsaufwand, den ihr darüber hinaus beispielsweise durch Netzwerktreffen oder Schulungen von Ausbildungspersonal habt, könnt ihr in den ESF-Berichten beschreiben. Wir werten alle Berichte aus und achten dabei auch immer auf diesen Aspekt, der durch die Auswertung auch an das Ministerium weitergegeben wird.

Gerne werden wir in Zukunft interessante Ideen und Vorschläge aus Sachberichten sammeln und an euch rückmelden.

Hessentreffen 2019

Der größte Wunsch in Bezug auf die regionale Prozessbegleitung war die Wiederholung des hessenweiten Treffens aller Ausbildungsbegleitungen. Diesen Wunsch teilen  wir. Wir haben deshalb  die Veranstaltungskontingente für 2019 umgeplant, um eine erneute zweitägige Veranstaltung in Grünberg möglich zu machen. Termin ist der 17.-18. Juni 2019 (bitte vormerken). Eure Anregung, bei der Gestaltung des Hessentreffens mehr Raum für den Austausch der Regionen zu lassen, werden wir dabei berücksichtigen. Wir möchten euch als Expertinnen und Experten in Anlehnung an die Methode von Barcamps aktiv in die Veranstaltung einbeziehen.

Die Themen sollen zum Teil im Vorfeld und zum Teil direkt bei der Veranstaltung festgelegt werden. Wir werden euch rechtzeitig vor der Veranstaltung über die bereits angedachten Themen informieren, sodass ihr einen passenden oder zusätzlichen Beitrag in den Fachaustausch einbringen könnt. Auch hier freuen wir uns auf eure Rückmeldungen zu diesen Ideen (an info@quabb.inbas.com)!

Regionale Prozessbegleitung und Mentoring

Wir freuen uns, dass ihr unser Unterstützungsangebot, euch in den Regionen zu besuchen und zu Terminen zu begleiten, zu schätzen wisst, und bieten euch an, dieses Angebot auch im Kontext der Gespräche zur Weiterförderung zu nutzen.

Für die Einarbeitung neuer Ausbildungsbegleitungen, die keine Kolleginnen oder Kollegen in der eigenen Region haben, ist der Wunsch aufgekommen, ein Patenmodell aufzubauen. Hierfür schlagen wir vor, dass ihr in den Gruppen der Kollegialen Fallberatung verabredet, wer diese Funktion übernehmen kann.

Dem Wunsch, euch bei der Erstellung der Anträge fachlich zu beraten, entsprechen wir gerne weiterhin. Wir sind zurzeit in vielen Regionen unterwegs, um bei Schulleitungen, Kommunen und Landkreisen und auch Kammern QuABB aus der Hessenperspektive darzustellen und mit dem breiten Erfolg des Programms um monetäre Unterstützung zu werben. Wendet euch bei Bedarf hierzu einfach an die Koordinierungsstelle.

Sowohl die Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit Kammern und Arbeitsagenturen und der Besuch bzw. die Information von Schulleitern und Schulleiterinnen durch die Koordinierungsstelle als auch die Unterstützung bei strategischen Treffen sehen wir als unseren Auftrag. Über das Lob zu unserer Erreichbarkeit und unserem "offenen Ohr" freuen wir uns. Unsere Servicehotline ist auch weiterhin täglich für euch erreichbar.

Dem letzten Wunsch zur regionalen Prozessbegleitung nach mehr Transparenz, was die Arbeit der Koordinierungsstelle und die Entwicklung des Programms angeht, nehmen wir uns ebenfalls zu Herzen. Wir hoffen, euch mit dieser E-Mail und weiteren Infomails ausreichend informieren zu können. Ansonsten könnt ihr euch direkt an uns wenden:

Service-Hotline: 069 27224-860

info@quabb.inbas.com    |    www.quabb-hessen.de 

INBAS GmbH, Herrnstraße 53, 63065 Offenbach am Main

Abgrenzung von QuABB zur Schulsozialarbeit

Für 2019 planen wir einen Leitfaden zur Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit, anknüpfend an das Grundlagenpapier zur Zusammenarbeit mit den Berufsschulen. Für die konkrete Umsetzung stimmt jedoch die allgemeine Aussage, dass jede Schule anders „tickt“ bzw. ihre Beratungsangebote verschieden einbindet. Daher empfehlen wir einen Kontakt mit eurer zuständigen Fachberatung in der Koordinierungsstelle.

Professionalisierung

Hierzu wurde am meisten der Wunsch nach mehr gegenseitiger Professionalisierung hervorgehoben. Wie oben erwähnt, werden wir diesen Wunsch in die Planung des nächsten hessenweiten Fachaustauschs einfließen lassen. Drei Teilnehmende haben den Wunsch geäußert, dass ein Teil der Fachnachmittage vormittags stattfinden sollte. Wir würden diese Entscheidung gerne mit euch zusammen treffen, da wir schwer abschätzen können, für wie viele von euch welches Modell besser wäre. Über eine kurze Rückmeldung bei Vorbehalten gegenüber diesem gemischten Modell wären wir dankbar.

Wichtig für uns ist auch eure Rückmeldung, dass es für Veranstaltungsthemen mehrere Termine geben sollte. Zum Teil handhaben wir das bereits so, wir werden aber für die zukünftige Veranstaltungsplanung noch mehr darauf achten, dass es zu den Veranstaltungsthemen mehrere Termine gibt. Dazu gehört auch der Wunsch nach Veranstaltungen in Nordhessen. Ein erster Fachnachmittag fand im Dezember in Felsberg statt und wir behalten den Anreiseweg auch in Zukunft noch stärker im Auge.

Wir freuen uns über die positiven Rückmeldungen dazu, dass wir euch bei der Themenwahl für Veranstaltungen einbeziehen und Fachnachmittage mit Praxisbezug anbieten. In diesem Sinne wollen wir euch direkt in die Veranstaltungsplanung einbeziehen und zu den Themen für 2019 mit einer Umfrage per LimeSurvey (https://umfrage.inbas.com/limesurvey/index.php/664242?lang=de) einbinden.  Die Umfrage ist bis zum 18.01.2018 für Euch freigeschaltet.

Zu guter Letzt habt ihr euch gewünscht, dass die Regelungen zur Teilnahme an Veranstaltungen transparenter gemacht werden. Die Übersicht zu den verpflichtenden Veranstaltungen ist im internen Bereich hinterlegt.  Bei Fragen wendet Euch an die Koordinierungsstelle!

 

Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, eure Wünsche und Anregungen aufzugreifen und in eurem Sinn zu bearbeiten. Wir werden weiterhin ein offenes Ohr für eure Ideen und Anliegen haben und freuen uns schon auf den nächsten Fachaustausch.

Schöne Grüße aus Offenbach

Eure QuABB-Koordinierungsstelle