Aktuelles

06.04.2018

Zahlen zu QuABB aus der letzten Förderphase

Am 01.03.2018 hat die neue Förderphase von QuABB begonnen. Damit ist die erste Phase des Programms seit der hessenweiten Ausweitung und Verstetigung durch regionale Träger zu Ende gegangen. Grund für uns, diese (knapp) drei Jahre in Zahlen zu resümieren. Seit dem 01.07.2015 haben 5.063 Jugendliche das Beratungsangebot von QuABB wahrgenommen. 75% dieser Teilnehmenden haben ihre Ausbildung daraufhin fortsetzen können, weitere 8% in den darauffolgenden drei Monaten sogar erfolgreich beendet. Daraus ergibt sich eine Erfolgsquote von 83% gesicherter Ausbildungsverhältnisse.

Nach wie vor sind die Berufsschulen der wichtigste Zugangsweg in die Beratung. 63% der Teilnehmenden fanden so zu QuABB. Erfreulich ist, dass inzwischen auch 24% eigeninitiativ die Beratung aufsuchen. Ratsuchende kommen sowohl aus IHK- (51%) als auch aus HWK-Berufen (37%), wobei vor allem Auszubildende aus Verkaufsberufen (21%) sowie aus Berufen in Unternehmensführung und -organisation (10%) die Unterstützung von QuABB in Anspruch nehmen. Häufig werden sie in Kleinst- (35%) und Kleinbetrieben (35%) ausgebildet, wo in der Regel weniger Ressourcen und Erfahrungen für die Ausbildung zur Verfügung stehen.

Ein Blick auf die Problemfelder zeigt, wie wichtig ein ganzheitlicher Beratungsansatz zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen ist: Neben Problemen im Betrieb (68%) haben Auszubildende häufig auch Probleme in der Berufsschule (47%) und im persönlichen Umfeld (33%), wobei sich ein vermeintlich einfaches Problem in der Beratung oft als komplex und vielschichtig herausstellt. Gleichzeitig belegen die Zahlen, wie wichtig die Verzahnung mit dem regionalen Unterstützernetzwerk ist. Zu den häufigsten Problemen gehören beispielsweise auch ungenügende praktische Leistungen, Sprach- und finanzielle Probleme, bei denen es unerlässlich ist, weitere Unterstützungsangebote hinzuzuziehen.

Eine neue Herausforderung hat sich der Qualifizierten Ausbildungsbegleitung mit der Beratung Geflüchteter gestellt. Im Jahr 2017 waren 16% aller Teilnehmenden (über 300 Teilnehmende) Geflüchtete. Sie kommen vor allem wegen Problemen in der Schule (87%) in die Beratung und hier überwiegend aufgrund von Sprachproblemen (93%). Die Zahlen zeigen aber, dass die Vernetzung vor Ort funktioniert. Ein Viertel dieser Teilnehmenden wendet sich schon für eine Präventivbegleitung an QuABB. So ist auch die Erfolgsquote bei der Begleitung Geflüchteter mit 88% noch höher als bei anderen Teilnehmenden.