Aktuelles

18.07.2017

QuABB beim Policy Learning Forum "VET as a solution to leaving education early" in Thessaloniki

90 Teilnehmende aus 22 Ländern folgten am 15./16. Mai 2017 der Einladung des CEDEFOP (European Centre for the Development of Vocational Training) nach Thessaloniki, um die Ergebnisse einer vierjährigen europaweiten Forschungsstudie zum Thema Bildungs- und Ausbildungsabbrüche zu diskutieren. Darunter war auch Dr. Sabine Beck als Vertreterin der QuABB-Koordinierungsstelle bei INBAS. QuABB war als Beispiel für eine erfolgreiche Strategie zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen Gegenstand der Studie gewesen und daher gebeten worden, bei der Abschlusskonferenz in Griechenland aktiv teilzunehmen. Einen ersten Einblick in die Ergebnisse der Studie hatte Irène Psifidou (CEDEFOP) bereits auf der ESF-Jahrestagung im Februar 2016 in Hanau ermöglicht, die durch die QuABB-Koordinierungsstelle organisiert worden war.

Im Rahmen der Studie waren mehr als 330 Maßnahmen in 28 Ländern identifiziert und davon 44 eingehend analysiert worden. Die Ergebnisse mündeten in einen virtuellen Werkzeugkoffer, der ab sofort für alle Interessierten öffentlich zugänglich ist.

Am ersten Tag der Konferenz, die unter dem Titel “VET as a solution to leaving education early” stand, präsentierte sich QuABB gemeinsam mit 25 anderen Programmen, Projekten und Maßnahmen, die ebenfalls erfolgreich an der Prävention, Intervention und Kompensation (d.h. an der Entwicklung tragfähiger Anschlussperspektiven) von Ausbildungsabbrüchen und Schulverweigerung arbeiten. Der zweite Tag stellte die Evaluation und Selbstreflexion im Hinblick auf Strategien und Fachpraxis in den Vordergrund. In die Diskussion wurden auch außereuropäische Perspektiven einbezogen: So zeigte Janssen Edelweiss Nunes Teixeira (Weltbank) in seinem Beitrag auf, wie es gelingt, in Kambodscha und Tadschikistan Schüler und Schülerinnen im Lernprozess zu halten.

Bereits in der Eingangsdiskussion wurde das Thema der Veranstaltung kontrovers diskutiert. In dem intensiven Austausch der Teilnehmenden aus Ministerien, Institutionen, lokalen Anbietern beruflicher Bildung und europäischen Projekten war eine Aussage wegweisend für die gesamte Tagung: Die regionalen und nationalen Bedingungen für Ausbildung in Europa und der Welt sind so verschieden, dass die identifizierten und gut aufbereiteten Ergebnisse – Beispiele, Instrumente und Arbeitshilfen aus dem Werkzeugkoffer "VET-toolkit" – stets ins Verhältnis zum Kontext, zum jeweiligen Individuum und zu den einschlägigen Institutionen gesetzt werden müssen.

Der Direktor des CEDEFOP, Joachim James Calleja, schloss mit einem Aufruf an die beteiligten Ländervertreterinnen und Ländervertreter, die gefundenen Indikatoren und Hinweise zu erfolgreichen Strategien für entsprechende Initiativen in ihren Ländern einzusetzen. Schon in der laufenden Förderperiode werden zum Beispiel die sechs Risikoprofile zur Unterstützung der regionalen Prozessbegleitung und der Fortbildungsveranstaltungen der QuABB-Koordinierungsstelle genutzt.

Für November 2018 ist eine große Fachtagung in Hessen geplant, um die europaweiten Ergebnisse für Fachkräfte, Akteure, Strateginnen und Strategen von QuABB nutzbar zu machen.

Weiterführende Informationen

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich an Dr. Sabine Beck von QuABB (sabine.beck@inbas.com, 069 27224-853).

Website der Koordinierungsstelle des Landesprogramms QuABB (Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule): www.quabb-hessen.de

Twitter Beiträge zur Konferenz: https://twitter.com/search?f=tweets&q=%23VETearlyleaving&src=typd

Toolkit auf Facebook: https://www.facebook.com/efvet.org/photos/a.541291909226330.117688.324433064245550/1434967636525415/?type=3&theater

Foto Abschlusskonferenz CEDEFOP: Sakis Gioumpasis