Kooperationen

Regional

Um die an der Ausbildung Beteiligten bestmöglich zu unterstützen, ist QuABB mit zahlreichen professionellen Hilfsangeboten in den Kommunen vernetzt. Die Ausbildungsbegleitungen stimmen sich mit den Lehr- und Beratungsfachkräften an den Schulen und den Ausbildungsberatungen der Kammern ab. OloV-Steuerungsgruppen (zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf) dienen als zentrale Netzwerke in den Regionen. Die Ausbildungsbegleitungen beziehen die Innungen, die Kreishandwerkerschaften, die Agenturen für Arbeit, die SGB-II-Träger, die Jugendberufshilfe und alle Beratungs- und Unterstützungsanbieter vor Ort in ihre Arbeit ein.

Landesebene

Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern

Die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern ist die Dachorganisation der drei hessischen Handwerkskammern Kassel, Frankfurt-Rhein-Main und Wiesbaden. Sie befasst sich mit allen grundsätzlichen, das hessische Handwerk betreffenden Angelegenheiten, zu denen sie Stellungnahmen gegenüber der Landesregierung abgibt, führt entsprechende Maßnahmen durch und unterstützt die Handwerksorganisationen. Seit Beginn der Modellphase von QuABB ist die Arbeitsgemeinschaft im QuABB-Steuerkreis vertreten und steht so mit dem Programm im Austausch.

Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern

Die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern ist ein Zusammenschluss von zehn hessischen IHKs. Sie ist sowohl Ansprechpartner für Politik und Verwaltung in wirtschaftspolitischen Fragen, zu denen sie Stellungnahmen und Positionen abgibt, als auch operativer Partner bei der Lösung von Herausforderungen des Wirtschaftslebens. Seit Beginn der Modellphase von QuABB ist die Arbeitsgemeinschaft im QuABB-Steuerkreis vertreten und steht so mit dem Programm im Austausch.

gut ausbilden

Das hessenweite Programm gut ausbilden hat das Ziel, kleineren Betrieben zu einem attraktiven Ausbildungsangebot zu verhelfen. Dazu können pro Betrieb Zuschüsse in Höhe von bis zu 4.000 € für die Weiterqualifizierung von Ausbildungspersonal, aber auch für Zusatzangebote für Auszubildende bereitgestellt werden. Finanziert werden zum Beispiel Ausbildereignungskurse, Beratungen und Qualifizierungen für Ausbildungspersonal oder Deutschkurse und Prüfungsvorbereitungen für Auszubildende. Eine Übersicht über geeignete Qualifizierungsangebote bietet die Hessische Weiterbildungsdatenbank. Bisher war das Angebot von „gut ausbilden“ auf Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen begrenzt. In Zukunft werden aber auch größere Betriebe das Programm nutzen können.

OloV

Die hessenweite Strategie OloV („Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“) hat zum Ziel, die Qualität der Prozesse zu sichern und Parallelstrukturen zu vermeiden, so dass Jugendliche den Einstieg in die berufliche Zukunft ohne unnötige Umwege, Abbrüche und Warteschleifen schaffen. Unter dem Dach der OloV-Strategie kooperieren die regionalen Arbeitsmarktakteure, um mit Unterstützung der Landesebene und der Kommunalpolitik Maßnahmen sinnvoll zu bündeln und aufeinander abzustimmen. QuABB nutzt die OloV-Strukturen als zentrales Netzwerk für die Arbeit in den Regionen.

Weiterbildung Hessen e. V.

Weiterbildung Hessen e. V. zertifiziert die Beratungsfachkräfte im Programm QuABB. Durch das Zertifizierungsverfahren wird die Kompetenz von Beratungspersonen in den Feldern Bildung, Beruf und Beschäftigung nachgewiesen und ein einheitliches und konstantes Niveau in der Bildungsberatung gewährleistet. Die Kriterien der Zertifizierung sind eng mit den Qualitätsstandards von QuABB abgestimmt.

Wirtschaft integriert

Mit Wirtschaft integriert wird in Hessen der erfolgreiche Berufsabschluss für junge Flüchtlinge und andere junge Menschen unter 27 Jahren, die Deutschförderung benötigen, realistisch. Wirtschaft integriert begleitet diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch eine kontinuierliche Förderkette von der beruflichen Orientierung bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss. In allen Projektphasen erhalten die junge Menschen berufsbezogene Sprachförderung und Integrationsunterstützung sowie sozialpädagogische Begleitung. Wirtschaft integriert ist ein Projekt des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Es wird gefördert aus Mitteln des Landes Hessen, des Europäischen Sozialfonds (ESF), den Agenturen für Arbeit sowie den Jobcentern. Kooperationspartner sind die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Hessische Handwerkstag und die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Industrie- und Handelskammern. Die Koordination des Landesprojektes liegt in Händen des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft e. V. (BWHW).

Bundesebene

Berufseinstiegsbegleitungen

Die Berufseinstiegsbegleitung soll insbesondere dazu beitragen, die Chancen von Schülerinnen und Schülern auf einen erfolgreichen Übergang in eine betriebliche Ausbildung zu verbessern. Eine ihrer Aufgaben ist die Begleitung in den ersten Monaten der Ausbildung. In den Regionen, in denen es eine Berufseinstiegsbegleitung gibt, arbeitet die QuABB-Ausbildungsbegleitung mit den BerEbs zusammen.

Praelab

PraeLab ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das mit Hilfe von innovativen Instrumenten und Konzepten versucht, die Prävention von Ausbildungsabbrüchen zu verbessern. Hierzu hat die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit einen Diagnosetest zum Abbruchsrisiko in der Berufsausbildung entwickelt. Der Test fragt mittels eines internetgestützten Fragebogens die Auszubildenden nach ihren überfachlichen Kompetenzen (Sozial-, Personal- und Methodenkompetenzen) und bestimmt ihre Tendenz zum Ausbildungsabbruch. Außerdem qualifiziert PraeLab Fachkräfte in Institutionen, die an der Berufsausbildung und -beratung beteiligt sind, damit sie Jugendliche mit Abbruchsrisiko durch innovative und effiziente Erhebungsverfahren schneller erkennen können. Im Februar 2014 wurde im Agenturbezirk Darmstadt der erste Testdurchlauf des Diagnosetests "smK72+" von PraeLab durchgeführt und von QuABB fachlich und praktisch begleitet. Seit 2016 gibt es in den Agenturbezirken Darmstadt und Kassel eine erweiterte Erprobung unter Beteiligung von QuABB.

VerA: Stark durch die Ausbildung

Der Senior Experten Service (SES) stellt mit seiner Initiative VerA jungen Menschen auf Wunsch berufs- und lebenserfahrene Profis im Ruhestand zur Seite – bei Problemen in der Berufsschule, im Ausbildungsbetrieb oder privaten Umfeld. Kennzeichnend für VerA ist die 1:1-Begleitung durch die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten des SES, die unter anderem bei der Prüfungsvorbereitung, beim Ausgleich sprachlicher Defizite, der Stärkung sozialer Kompetenzen oder der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen. Inhaltliche Schwerpunkte, Anzahl und Dauer der Treffen vereinbaren die Auszubildenden gemeinsam mit ihrem Coach. Das bundesweite Angebot ist kostenfrei und gilt für alle Berufe und Ausbildungswege. Bei VerA können sich Auszubildende melden, aber auch Angehörige, Betriebe, Schulen oder Ausbildungsberatungen.

Die Initiative VerA wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative Bildungsketten gefördert. Partner des SES bei VerA sind der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Freien Berufe (BFB).

Europa

CEDEFOP

Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) ist eine dezentralisierte Agentur der EU, die die Europäische Kommission, EU-Mitgliedstaaten und Sozialpartner bei der Ausarbeitung und Umsetzung europäischer Strategien zur Berufsbildung unterstützt. In einer europaweiten Forschungsstudie erforschte das CEDEFOP Maßnahmen und Strategien zur Verhinderung von bzw. Unterstützung nach Bildungs- und Ausbildungsabbrüchen. Als Beispiel für eine erfolgreiche Strategie war QuABB Gegenstand dieser Studie. Die Analyse zahlreicher Maßnahmen aus verschiedenen Ländern mündete in dem virtuellen Werkzeugkoffer VET toolkit for tackling early leaving, der für alle Interessierten öffentlich zugänglich ist. Die Erkenntnisse der Studie werden in der Koordinierungsstelle von QuABB unter anderem bei der regionalen Prozessbegleitung und bei Fortbildungsveranstaltungen genutzt.